Meinung vom 30.11.2006
Geheimakte Tunguska
| Dabei seit: |
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14.05.2003 |
| Leserwertungen bisher: |
78 |
| Ø Qualität insgesamt: |
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9
Grafik:
Für ein Adventure ist die Grafik ausgesprochen gut. Die Entwickler verwendeten sehr detaillierte und teilweise dynamische Hintergründe und setzten 3D-Charaktere davor. Das Ergebnis ist teilweise so detailreich, dass es einem den Atem verschlägt. Die Schauplätze sind sehr stimmungsvoll und abwechslungsreich designed. Auf dem Reiseplan steht u.a. ein Museum, ein Militärbahnhof, ein fahrender Zug und ein Haus im Sumpf. Nicht so toll sehen dagegen die Charaktere aus, die nicht nur während der Gespräche stocksteif sind, sondern deren Mimik auch nicht im Entferntesten mit Half-Life 2 mithalten kann
10
Steuerung:
Die innovative Steuerung erleichtert vor allem Adventure-Neulingen das Handling ungemein. Per Tastendrück können optional alle Hotspots eingeblendet werden, sodass man nie mehr etwas übersieht. Fährt man über ein Objekt wird entweder die linke oder die rechte Hälfte des Mauszeigers grün. Links = interagieren, rechts = ansehen. Kinderleicht - selbst für absolute Buchsbirnen. Gegenstände werde übersichtlich in einer Leiste aufgelistet, Ein Linksklick zum Aufnehmen und einfach über ein Objekt fahren - dann wird angezeigt ob sich die beiden Objekte kombinieren lassen. Komfortabler geht es nicht!
8
Sound:
Für das Spiel wurden viele bekannte und professionelle Sprecher verpflichtet, welche ihre Rollen ausnahmslos sehr ordentlich sprechen. Absolut synchron ist es leider nur in den wenigsten Fällen, was aber auch an den nicht sehr detaillierten Sprechanimationen der Charaktere liegt. Außerdem wurden manche Sprecher desöfteren "recycelt". Die Soundeffekte sind ausnahmslos gut und sehr passend gewählt. Schwachpunkt ist hier eindeutig die Musik die überhaupt erstmal sehr selten vorhanden ist und wenn sie dann mal - z.B. während der Zwischensequenzen - ertönt, starken Qualitätsschwankungen unterliegt
8
Gameplay:
Die Geschichte von "Geheimakte Tunguska" basiert zum Teil auf realen Tatsachen. Am 30. Juni ereignete sich nahe des Flusses "Tunguska" in Sibirien eine gewaltige Explosion, deren Ursache bis heute unbekannt ist. Eine riesige Waldfläche wurde dabei plattgewalzt. Das Spiel spielt jedoch in der Gegenwart. Nina Kalenkow ist Tochter eines bekannten Forschers, der sich unter anderem auch mit der Tunguska-Katastrophe beschäftigt hat. Sie will sich mit ihrem Vater im Berliner Museum treffen, wo dieser arbeitet. Als sie jedoch dort ankommt ist sein Arbeitszimmer verwüstet und er ist verschwunden.
Fazit:
Ziel des Spiel ist es, Ninas Vater zu finden. Dabei kommen Sie nicht nur einer Sekte auf die Spur, sondern erfahren auch, was wirklich damals in der Tunguska-Region geschehen ist. *Zwinker* Die Story ist dabei ausreichend spannend und kann auch mit der ein oder anderen Wendung aufwarten. Das Spiel selbst präsentiert sich als absolut klassisches Adventure - soll heißen Sie haben eine oder mehrere überschaubare Locations, wo Sie mit Leuten reden, Gegenstände suchen und diese mit anderen Gegenständen oder der Umgebung kombinieren. Die Rätsel sind dabei ausnahmslos sehr logisch und können mit ein bisschen Überlegung locker gelöst werden. Bisweilen zu locker, denn vor allem auch durch die sehr einfache und einsteigerfreundliche Steuerung fühlen sich Profis unterfordert und beenden das Spiel recht schnell. Mehr als 6 Stunden werden sich Kenner des Genres wohl kaum zum Beenden des Spiels brauchen. Die Anzahl der wirklich komplizierten Rätsel beschränkt sich vielleicht auf eine handvoll. Bei besonders schwierigen Rätseln lässt sich zudem vom Spiel aus eine Rätselhilfe einblenden die einen mehr oder weniger eindeutigen Tipp zur Lösung gibt. Kritikpunkte gibt es ansonsten sehr wenige. Die Dialoge sind zwar teilweise recht lang, jedoch zu 95% relevant d.h. auf eigentlich unnötiges Geblubber wurde verzichtet. Dadurch wirken die Charaktere leider auch etwas flach, was jedoch nicht negativ auffällt. Fans von Adventures und Neulingen ist das Spiel jedenfalls uneingeschränkt zu empfehlen.
Wertung:
86